Die Filme 2016

10 Milliarden

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Es wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. Wie werden all diese Menschen in Zukunft ernährt? Der Film zeigt: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Die hemmungslose Ausbeutung unserer Ressourcen in der Massenproduktion zerstört unsere eigentliche Ernährungsgrundlage. Doch bislang behaupten Befürworter*innen der Agrarindustrie, dass die Massenproduktion der industriellen Landwirtschaft die einzige Lösung sei. Stimmt das? Oder sind Kleinbäuer*innen und ökologische Methoden vielmehr dazu geeignet, den Bedarf der Weltbevölkerung nachhaltig zu decken? An diesen Fragen entlang präsentiert „10 Milliarden” reale Lösungsansätze zur zukunftsfähigen Ernährungssicherung. Regisseur Valentin Thurn spricht mit Vertreter*innen aus den verschiedenen Lagern der industriellen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobäuer*innen und Nahrungsmittelspekulant*innen, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

107

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

 WZ 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 20:30 HEU 25.01. 20:00 | GI 30.01. 18:00

5 Jahre Leben

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„5 Jahre Leben“ basiert auf der wahren Geschichte des Bremers Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantánamo inhaftiert war. Es ist nicht nur die Chronik eines Missbrauchs von Macht, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. Murat Kurnaz wollte seinem Leben einen neuen Sinn geben, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September 2001 nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Ihm wird vorgeworfen, in terroristische Aktivitäten involviert zu sein. In Haft trifft er auf Gail Holford, den Verhörspezialisten der US-Regierung, der versucht, mit allen Tricks der Manipulation und Einschüchterung Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. Seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, ist das Einzige, was ihm bleibt. „5 Jahre Leben“ ist ein spannendes Drama, welches das westliche Demokratieverständnis und die Rechtsstaatlichkeit auf den Prüfstein stellt und die Frage nach universalen Menschenrechten aufgreift .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.01. 15:30 | Gast: Younes Qrirou (Amnesty international)

A Quien Conmigo Va

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Fünf Jahre ist es her, dass in Spanien die Immobilienblase platzte. Von der einstigen Wohlstandsgesellschaft ist nur noch wenig übrig. Der abstrakte Begriff “Finanzkrise” ist für den größten Teil der spanischen Gesellschaft zur harten Realität geworden. Mit über 200 Zwangsräumungen am Tag und knapp 2 Millionen Haushalten ohne gesichertes Einkommen ist das Existenzminimum für viele Menschen schon lange unterschritten. Auch Lola und ihre Familie sind von der Krise betroffen. Sie und ihr Partner haben ein Haus auf Kredit gekauft und dieses nur teilweise abbezahlen können. Nun sitzen sie auf 240.000 Euro Schulden. Ohne Dach über dem Kopf schließen sie sich mit anderen Betroff enen zusammen und besetzen einen leerstehenden Gebäudekomplex. Mit respektvoller Nähe zeigt der Dokumentarfilm, wie die Aktivist*innen sich mit politischen Aktionen, Flugblättern und Demonstrationen gegen die soziale Kälte der Banken und Politik zur Wehr setzen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

73

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 25.01. 18:00 | Gast: Amparo Mejías (Regie)

Agorá - Von der Demokratie zum Markt

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Agorá war im antiken Griechenland der Versammlungsort für die aktiven Bürger und für das politische, ökonomische und kulturelle Leben. Im modernen Griechenland ist die AGORÁ verkommen zu einem Ort für rein kommerzielle Transaktionen und damit Symbol für die politische Entwicklung, die der Staat Griechenland in den letzten Jahrzehnten durchlief. Im Dokumentarfilm Agorá wird die Eurokrise aus griechischer Sicht über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren porträtiert. Der Regisseur fängt die politischen und sozialen Auswirkungen der Krise in intensiven, teilweise erschütternden Bildern ein und spricht sowohl mit politischen Entscheidungsträger*innen als auch mit direkt Betroffenen der Krise. Avgerópoulos dokumentiert Zustände, von denen man nicht glaubt, dass sie noch in Europa möglich wären: Armut, Obdachlosigkeit und eine stetig steigende Arbeitslosigkeit. Das soziale Gefüge des Landes ist tief erschüttert. Eine griechische Sicht auf die Folgen der Austeritätspolitik.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

117

Regie: 

Sprache: 

  • Griechisch und Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg) | GI 25.01. 20:30 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)

Auf der Seite der Braut

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Von Mailand nach Stockholm mit fünf aus Syrien Geflohenen. Kein leichtes Unternehmen. Auf verschiedenen Wegen haben sie es aus ihrem vom Bürgerkrieg zerstörten Land bis nach Italien geschafft, aber Schweden, das Ziel ihrer Reise, scheint in unerreichbarer Ferne. Der Regisseur und Journalist Gabriele Del Grande initiiert gemeinsam mit Freund*innen eine kreative und fiktive Geschichte: Sie tarnen sich als Hochzeitsgesellschaft , um die fünf von Italien bis nach Schweden zu bringen. Wer würde schon eine Hochzeitsgesellschaft stoppen? Und so begibt sich die Gruppe auf eine Reise durch die Festung Europa. Immer begleitet von der Kamera, halten sie dokumentarisch fest, wie das Filmteam gegen europäische Reisebeschränkungen verstößt. Menschen, die in ihrer Heimat und auf der Flucht alles verloren haben, nehmen sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Mit der Veröffentlichung des Films, quasi eine Selbstanzeige, nehmen sie die juristischen Konsequenzen in Kauf – und machen gleichzeitig deutlich, wie wenig Menschlichkeit in der europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik herrscht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

98

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | Gast: Regie | GI 23.01. 20:30 | Gast: Regie | WZ 25.01. 19:00 HEU 26.1. 20:00

Aufstieg und Fall einer Patentlösung

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In vielen prägnanten Zitaten, Interviews, Bildern und Filmsequenzen wird nachgezeichnet, wie Parteien, Landesregierung, Universitäten, große internationale Firmen und dubiose Kleinstfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ein Eldorado der Agro-Gentechnik aufbauten. Doch aus der vermutet widerstandslosen Region wurde ein bemerkenswertes Symbol für die Kraft des Widerstandes, in dem sich kreative Aktivist*innen, Umweltschützer*innen und Anwohner*innen gegen die scheinbare Übermacht verbündeten. Spektakuläre Bilder von Feldbesetzungen, O-Töne von Ohrenzeug*innen der nächtlichen Feldbefreiungen und Dokumente aus dem Inneren der Gentechnik- Seilschaften machen den Film zu einem umfassenden Rückblick auf fast zehn Jahre Aufstieg und Fall der Agro-Gentechnik. Am Ende siegte, zumindest in Deutschland und vorläufig, der Widerstand – ein nicht alltägliches Ergebnis... Wie es dazu kam, zeigt der Film von Jörg Bergstedt aus der Projektwerkstatt Saasen, die selbst Teil der deutschlandweiten Proteste gegen Gentechnik ist.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

102

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 18:00|SAA 31.01. 18:00|GL 04.02 19:30

Ayotzinapa: Crónica de un Crimen de Estado

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 Am 26. September 2014 eröffnet die Polizei in Iguala, Mexiko das Feuer auf Studierende einer Lehrerschule, die sich auf dem Weg zu einer Demonstration befinden. Es ist der Beginn eines Ereignisses, bei dem 6 Menschen sterben und 43 Studierende spurlos verschwinden. Wenig später wird bekannt, dass die Studierenden von Polizeikräften an ein lokales Kartell übergeben wurden. Als weitere Indizien und Beweise dafür auftauchen, dass es sich bei dem Ereignis um ein Verbrechen des Staates in Kooperation mit der organisierten Kriminalität handelt, führt die Empörung in der mexikanischen Gesellschaft zur Entstehung einer Protestbewegung, die bis heute nicht Müde geworden ist gegen Repression, Korruption und staatliche Willkür in Mexiko zu kämpfen. Der Film thematisiert die dramatischen Ereignisse dieses Tages, beschäftigt sich mit den daran anschließenden Entwicklungen und gewährt dabei auch tiefe Einblicke in das politische System und die gesellschaftliche Realität in Mexiko. 

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

103

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.1 19:00 (Kino im G-Werk)

Bekas

Wir befinden uns im kurdischen Teil des Iraks im Jahre 1990. Die Brüder Zana (6 Jahre) und Dana (10 Jahre) sind Straßenkinder und verdienen sich ihrGeld mit Schuhe putzen. Nach einer Kinovorstellung des Films „Superman“,die sie heimlich von einem Dach aus beobachten, beschließen sie, sich aufden Weg in das Land ihres Helden zu machen. Sie planen nach Amerika auszuwandern. Ohne Geld und gültige Pässe versuchen sie, die Landesgrenzezu überqueren. Dabei müssen sie zahlreiche Hindernisse und Gefahren überstehen, bei denen ihr außergewöhnlicher Zusammenhalt mehrfach auf dieProbe gestellt wird.Der Film „Bekas“ handelt von der besonderen Beziehung zweier Brüder, diezwar auf sich alleine gestellt sind, aber dennoch nie ihren Mut verlieren. Obwohl sie das Leben mit der ganzen Härte trifft, geben sie nicht auf und werden zu Helden ihres eigenen, für die Zuschauer*innen ausweglos erscheinenden Alltags. Ein Film, der komisch, spannend und realistisch zugleich ist,ohne dabei gängige Klischees von Armut zu bedienen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

97

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.01. 16:00 | GI 31.01. 16:00

Burden of Peace

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Die Menschenrechtsaktivistin Claudia Paz y Paz wird 2010 in Guatemala zur Generalstaatsanwältin ernannt. Mit den Möglichkeiten dieses Amtes sagt die bescheidene Frau mit der sanften Stimme der Korruption und Straflosigkeit in ihrem Land den Kampf an. Doch ihre Feinde sind mächtig. Guatemala zählt seit dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg zu den gewalttätigsten Ländern der Welt. Vier Jahre lang begleitet das Filmteam Claudia Paz y Paz auf Schritt und Tritt bei ihrer Arbeit. Der Staatsanwältin gelingt Historisches: Die Aufklärungsraten der Strafverfolgungsbehörden steigen exponentiell, korrupte Beamt*innen werden angeklagt. 2012 wird mit Ríos Montt zum ersten Mal ein ehemaliges Staatsoberhaupt in seinem eigenen Land des Völkermords angeklagt. Doch noch während des Verfahrens übernehmen die alten Eliten wieder die Macht im Lande und Claudia Paz y Paz Errungenschaften sind gefährdet.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

76

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit engl. Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.01. 18:00 | Gast: Katharina Ochsendorf

Coming and Going

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In den Bergen der Provinz Yúnnán im Südwesten der Volksrepublik China leben die Menschen größtenteils von Subsistenz-Landwirtschaft. Um dem schwierigen bäuerlichen Leben zu entfliehen, entscheiden sich viele zur Abwanderung in weit entfernte Städte. Sie gehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und gut bezahlte Arbeit. Der Film beschreibt den Werdegang der jungen Generation, die zwischen dem Leben in ihrer Heimat und der Stadt zerrissen ist. Einfühlsam zeigt “Coming and Going”, wie die Familienmitglieder, vor allem die Kinder, unter der Abwesenheit ihrer Eltern oder Geschwister leiden. Wird der Vater zum neuen Jahr nach Hause zurückkehren, der seit Jahren als Wanderarbeiter in der Stadt ist und nur noch selten Geld und Nachrichten an die Familie schickt? Der Film geht der Frage nach, ob die ländliche Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum Chinas tatsächlich profitiert. Was bewegt junge Menschen dazu, Familie und Heimat zu verlassen, um in der Stadt zu arbeiten? Und letztendlich auch: Was macht ein glückliches Leben aus?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | Gast: Tianlin Xu (Regie)

Democracy - Im Rausch der Daten

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Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft ? Regisseur David Bernet öff net die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Es entsteht eine fesselnde und hoch brisante Geschichte über eine Handvoll Politiker*innen, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Der Parlamentarier Jan Philipp Albrecht und EU-Kommissarin Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern nahe beieinander liegen. Zweieinhalb Jahre hat der Regisseur den Gesetzgebungsprozess be- gleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfi lm verdichtet, der die kom- plexe Mächtearchitektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung erlebbar macht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 27.01. 19:00 |  MR 28.01. 20:30 | Gast: N.N. | GI 29.01. 20:30 | Gast: David Bernet (Regie)

Die Unsichtbaren

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Die Ankunft in Deutschland gleicht nicht wirklich einem Willkommen: Wer sich in Brandenburg als Asylbewerber*in zu erkennen gibt, kommt zunächst in die Zentrale Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt. Ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie. Innerhalb von drei Monaten werden hier bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen. Das Leben im Heim ist geprägt von Langeweile und Ungewissheit – und trotzdem gibt es auch hier einen Alltag, ein unbestimmtes Gefühl von provisorischer Heimat. Der Film begleitet vier Asylsuchende auf dem Weg durch den behördlichen Prozess, dem Erfassen, Prüfen und Entscheiden: Ein seltener Einblick in die „Blackbox Asylrecht“. Die Hoffnung auf einen Neuanfang in Deutschland steht dabei im krassen Gegensatz zur Realität der bürokratischen Entscheidungsfindung. Brandaktuell gelingt es dem Film, sensibel und authentisch die Situation von Geflüchteten in Deutschland nachzuzeichnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

78

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 18:00 | Gast: Fritz Rickert (Hessischen Flüchtlingsrat) | SAA 30.01. 20:30

Flowers of Freedom

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Täglich donnern riesige LKWs durch das kirgisische Dorf Barskoon mit einer gefährlichen Fracht: Zyanid, eine hochgiftige Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein mit Zyanid beladener LKW in den Fluss des Dorfes stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohner*innen. Sieben Jahre später beginnt eine Gruppe von mutigen Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine kleine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine. Nachdem im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgisien stürzt, finden die ersten demokratischen Wahlen statt und eine Aktivistin schafft den Sprung ins Parlament. Dort führt sie ihren zähen Kampf gegen die Goldmine als Politikerin weiter. Einfühlsam und humorvoll porträtiert der Film Leben und Überleben in einem kirgisischen Dorf. Zudem zeigt er die Folgen des globalen Kampfs um Rohstoffe aus der Perspektive mutiger Frauen in Zentralasien. Ein Film über Frauen, Freundschaft und Widerstand gegen Umweltzerstörung

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Kirgisisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.01. 18:00|MR 23.01. 20:30|SAA 29.01. 20:30

Fremd

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Es ist ein langer Weg von Mali nach Europa: Grenzen überschreiten, Schleuser zahlen, sich vor der Polizei verbergen... Miriam Fassbender hat die zweieinhalb Jahre dauernde Odyssee von Mohamed von Mali bis vor die Tore Europas verfolgt. Wenn sie nicht mitreisen konnte, gab die Regisseurin ihm die Kamera, so dass er selbst seine Geschichte dokumentieren konnte. Auf diese Weise werden Flüchtende als Individuen wahrnehmbar und bekommen die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen. Sie, die in unseren Medien meist nur als anonyme Masse auft auchen, vor der es sich zu schützen gilt. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migrant*innen auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Der gefährliche Weg in ein anderes Land ist kein Mythos, sondern die Realität von Tausenden von Menschen in Afrika, in Asien, in Amerika.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 29.01. 18:00 | Miriam Faßbender (Regie) | SAA 30.01. 18:00

Gli Immacolati

2011 wird in Coninassa, einem Vorort von Turin, ein Lager von Roma-Familien von Teilen der Bevölkerung angegriffen. Was verleitete dieAnwohner*innen zu diesem Pogrom? Mit virtuellen Animationenrekonstruiert dieser Kurzfilm den rassistischen Angriff.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

14

Regie: 

Sprache: 

  • Italienisch mit englischen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.01. 18:00 | GI 28.01. 20:30

Gulabi Gang

Der Film begleitet die in pinkfarbene Saris gekleideten Frauenrechtsaktivis- tinnen der „Gulabi Gang” in die Dörfer des Bundesstaats Uttar Pradesh. Dort kämpfen sie in einer von Patriarchat und polizeilicher Korruption geprägten Atmosphäre für Gerechtigkeit und gegen die Unterdrückung von Frauen und Unberührbaren. So ist es z. B. keine Seltenheit, dass Morde an jung verhei- rateten Frauen vertuscht und gedeckt werden oder Vergewaltigungen unge- ahndet bleiben. Mit traditionellen Kampfstöcken bewaff net und wortstark auft retend erhebt sich die „Gulabi Gang“ gegen die dörfl ich-traditionellen und bürokratischen Strukturen. Im Mittelpunkt steht die charismatische, durchsetzungsfähige Gründerin der Bewegung, Sampat Pal Devi, die am eigenen Leib erfahren hat, was sie heute mit ihren Frauen in Pink bekämpft . Längst ist die Gulabi Gang zu einer Bewegung geworden, mehr als 150.000 Frauen haben sich ihr in Indien bereits angeschlossen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • Hindi mit englischen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.01. 20:30

How to Stop a Deportation – I Ain’t Getting on No Plane!

„Don’t fasten your seatbelt“, „Stand up and refuse to sit down“, „Talk to the captain“ – dies sind die besonderen Verhaltensregeln für den Flug, beidem niemand abgeschoben wird...

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

15

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | SAA 30.01. 18:00 &  31.01. 18:00 | GI31.01. 18:00

Konzerne klagen - wir zahlen. Wie Schiedsgerichte den Rechtsstaat aushebeln

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Im Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenenTüren. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenhöhe. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Geschäft e bedroht sehen. Schiedsgerichte gelten vielen als große Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA – den Verträgen der EU mit den USA und Kanada. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Verträgen verbindlich verankert. Mit welchen Folgen? Autor Michael Wech geht in dieser Dokumentation konkreten Fällen nach und stellt fest: Von der Öff entlichkeit weitgehend unbemerkt ist rund um die Schiedsgerichtsverfahren eine boomende, private Justizindustrie entstanden. Schiedsgerichte sind längst zu einem Geschäft smodell geworden, bei dem die Konzerne die Gewinner sind – und souveräne Staaten und deren Bürger die Verlierer*innen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

45

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 01.02. 20:30

Krieg der Patente

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Erstmals beschäftigt sich ein Dokumentarfilm anschaulich mit dem hochaktuellen Themenkomplex der Patente. Im Wettkampf um die globale Marktherrschaft werden Patente längst als strategische Waffen eingesetzt. Technologiekonzerne wie Apple oder Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Wer profitiert vom aktuellen Patentrecht und wer trägt die sozialen Konsequenzen? Der Film widmet sich der Suche nach Antworten auf diese Fragen und macht dabei deutlich, welch enorme Brisanz das Thema besitzt: Elementare Menschenrechte, wie das Recht auf Gesundheit und Ernährungssouveränität in Ländern des globalen Südens, stehen auf dem Spiel. Kreativ, eindrücklich und gut nachvollziehbar nähert sich der Dokumentarfilm dem Thema des geistigen Eigentums und der Bedeutung von Patenten in der globalisierten Wirtschaft .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

81

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 26.01. 19:00 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) | GI 27.01. 20:30 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) |  SAA 29.01. 18:00 

La Buena Vida

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Die Wayúu sind eine indigene Gemeinschaft , die in den Wäldern Nordkolumbiens lebt. Ihr Dorf Tamaquito ist bedroht, da sich der Kohletagebau in der nahegelegenen Mine von „El Cerrejón“ immer weiter ausbreitet. Die dort entstandene Mondlandschaft hat bereits ein Ausmaß von 700 Quadratkilometern angenommen und versorgt viele europäische Länder mit preiswerter Steinkohle, um ihnen ein „besseres Leben“ zu ermöglichen. Bevor die Wayúu durch den Kohleabbau bedroht wurden, lebten sie von ihrem Land, das ihnen alles gab, was sie brauchten. Geht es nach den mächtigen Rohstoff konzernen Glencore, Anglo American und BHP Billiton, sollten die Wayúu schnellstmöglich umgesiedelt werden. Mit den Verhandlungen um den zukünft igen Lebensraum der Wayúu beginnt ein Kampf um deren Existenz, bei dem sich die Dorfgemeinschaft nicht so einfach geschlagen geben will. Der Film „La Buena Vida“ stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und zeigt exemplarisch die Folgen unseres stetig steigenden Energiehungers in anderen Regionen der Welt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

97

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 18:00 | GI 26.01. 18:00 | Gast: Jens Schanze (Regie) | MR 26.01. 20:30 | Gast: Jens Schanze (Regie)

La Sirène de Faso Fani

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Koudougou ist die drittgrößte Stadt Burkina Fasos. Dort gab es bis 2001 eine große Textilfabrik. Geschlossen wurde sie im Rahmen von „Strukturanpassungsmaßnahmen“, die Weltbank und Internationaler Währungsfond verordnet hatten. Wenige Jahre zuvor war der Präsident Thomas Sankara durch einen Militärputsch gestürzt worden. Regisseur Michel Zongo, selbst in Koudougou aufgewachsen, interviewt ehemalige Arbeiter und Verwandte und lässt mit Archivaufnahmen die Geschichte der Fabrik lebendig werden. Er beschränkt sich aber nicht auf die Dokumentation der Folgen einer ignoranten globalen Wirtschaftspolitik. Er sucht die Arbeiter von damals auf und bringt sie mit webenden Frauen zusammen, die eine Kooperative gegründet haben, um so die Textilproduktion wieder aufzunehmen. Der Film ist eine Hommage an einen spezifisch afrikanischen Widerstand gegen den Wahnsinn der Globalisierung. Ein bildstarkes Dokument der Revolte tatkräftiger Frauen und wortgewandter Männer, die aus Not und Überzeugung, mit Raffinesse und Charme an einer sehr gegenwartsbezogenen Vision von Fortschritt ohne IWF arbeiten.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.01. 18:00 | Gast: Ramata Sore (AfricAvenir)

Landraub

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Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden weltweit immer knapper und kostbarer. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben global agierende Investoren genau deshalb die Äcker der Welt als attraktives Geschäftsfeld entdeckt. Ihr „Land Grabbing“ sichert ihnen den Zugriff auf eine der wichtigsten Ressourcen und zerstört dabei die Lebensgrundlagen zahlreicher Kleinbäuer*innen weltweit. Das Filmteam hat zwei Jahre lang die Welt bereist, um Facetten und Folgen dieses modernen Raubzugs mit eindrucksvollen Bildern zu dokumentieren. Sie haben Investor*innen und Opfer besucht und zeigen anhand von Beispielen aus Kambodscha, Äthiopien, Sierra Leone und Rumänien, wie indigene Völker und einzelne Bäuer*innen vertrieben werden, um Nahrung nicht für die Region, sondern für die Märkte der wohlhabenden Länder zu produzieren. Aber der Widerstand gegen den Landraub wird zunehmend stärker und lauter.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WB 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 18:00 | GI 27.01. 18:00  | Gast: Gertrud Falk (FIAN) | MR 27.01. 20:30 | Gast: Gertrud Falk (FIAN) | GL 3.02. 19:30

Lauffeuer

Ukraine im Mai 2014: Nach heftigen Auseinandersetzungen mit gewaltbereiten Hooligans des Euromaidans flüchtet sich eine Gruppe von regierungskritischen Aktivist*innen des Anti-Maidan in das Gewerkschaftshaus der ukrainischen Hafenstadt Odessa. Sie verbarrikadieren Fenster und Türen mit allem, was sie in dem Haus finden, um sich vor den Angreifer*innen zu schützen. Als diese anfangen, Molotow-Cocktails auf das Gebäude zu werfen, gerät die Lage völlig außer Kontrolle. Das Gebäude fängt Feuer, mindestens 48Menschen kommen an diesem Tag ums Leben. Viele, die den Sturz aus dembrennenden Haus überlebt haben, werden erschlagen oder erschossen. DieEreignisse von Odessa haben dazu beigetragen, die ukrainische Gesellschaftnoch weiter zu spalten. Weder eine Aufarbeitung der Geschehnisse noch eine Verurteilung der Täter*innen hat bisher stattgefunden. In den westeuropäischen Staaten wurde das Massaker größtenteils mit einem Achselzuckenabgetan.Was geschah genau an diesem Tag und wie konnte es dazu kommen? In demFilm kommen Augenzeug*innen, Beteiligte des Anti-Maidan und ihre Angehörigen mit teilweise erschütternden Berichten zu Wort.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

45

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.01. 18:00 | GL 01.02. 19:30

Macht ohne Kontrolle – Die Troika

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Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Hohe Beamt*innen aus den drei Institutionen Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank und Europäische Kommission – der sogenannten Troika – agieren ohne parlamentarische Legitimation und Kontrolle. Trotzdem zwingen sie Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA und befragt Minister*innen, Ökonom*innen, Anwält*innen, Banker*innen und Betroffene. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Dafür nimmt er seine Zuschauer*innen mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)

Millions Can Walk

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Hunderttausend Inder*innen, Landlose und Ureinwohner*innen – die Adivasi – unterwegs zu Fuß. Ihr Weg ist ein Protestmarsch, der sie von Gwalior ins 400 Kilometer entfernte Delhi führt. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen und von der Regierung eine Landreform einzufordern. Der im großen Stil betriebene Abbau von Bodenschätzen, das Anlegen immenser Plantagen und mächtige Infrastrukturprojekte haben dazu geführt, dass sie vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden – und werden. Auf der langen Reise sind sie der Hitze ausgesetzt, trotzen Krankheiten, nehmen Entbehrungen auf sich. Für sie steht fest: Sie werden ausharren, bis die Regierung auf ihre Forderungen eingeht. Ihr Marsch, dessen Idee auf Gandhis Philosophie des gewaltlosen Widerstandes gründet, schreibt Geschichte und fi ndet in den wichtigen internationalen Medien Beachtung. Der Film zeigt die vielfältigen Facetten des imposanten Protestmarsches und beleuchtet die schicksalshafte Geschichte sowie die tägliche Realität der Teilnehmenden. 

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

88

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.01. 20:30

Miners Shot Down

Im August 2012 begannen die Bergarbeiter einer der größten Platin-Minen in Südafrika für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu streiken. Sie stellten sich dem mächtigen Bergbauunternehmen Lonmin Mining Company entgegen und besetzten das Minengelände in Marikana. Nach sechs Tagen Arbeitskampf wurde der Streik durch ein grauenhaft es Massaker von der Polizei beendet. 34 Streikende wurden erschossen und mehr als 100 von ihnen verletzt. Erinnerungen an Sharpeville und Soweto, Orte der blutigsten Verbrechen des Apartheid-Regimes, kehrten zurück in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung. Trotzdem wurden nicht die Verantwortlichen für das Massaker zur Rechenschaft gezogen. Wieder saßen nur Bergarbeiter auf der Anklagebank. Der Film rekonstruiert die Ereignisse in chronologischer Form aus der Sicht der Minenarbeiter. Deutlich werden die engen Verbindungen zwischen Staat, Konzernen und der korrupten Gewerkschaft National Union of Mineworkers. Marikana gilt heute in Südafrika als ein Symbol für die Unzufriedenheit der schwarzen Bevölkerungsmehrheit mit ihren miserablen Lebensbedingungen und für die zynisch-brutale Antwort der ANC-Regierungsvertreter*innen darauf.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

86

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.01. 20:30 | Gast: Carmen Ludwig (Universität Gießen)

Money in Minutes

„Money in Minutes“ erzählt von einem wenig beachteten Aspekt der Globalisierung, der internationalen Arbeitsmigration als Profitquelle von Finanzunternehmen, die sich auf den Transfer von Bargeld spezialisiert haben. Die größten unter ihnen sind die US-Firmen Western Union und MoneyGram. Für viele Migrant*innen ist es Alltag: der Transfer von Bargeld in ihre Herkunftsländer, vor allem, um dort Angehörige zu unterstützen. Die Weltbank schätzt die Höhe der Rücküberweisungen von Migrant*innen insgesamt auf jährlich ca. 420 Mrd. Dollar. Diese Rücküberweisungen werden meist über Bargeldtransfer-Unternehmen abgewickelt, da Migrant*innen und ihre Familien häufig über keinen Zugang zu einem Bankkonto verfügen. So bleibt ihnen nur dieser überteuerte Service. Der Film beschreibt Strategien und Logistik einer Industrie, die Migration als ökonomische Ressource nutzt und gleichzeitig deren finanzielle Infrastruktur bildet und nimmt sich dabei auch der Perspektive der Migrant*innen an.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 20:30 | Gast: José-Luis Rocha, Soziologe mit Schwerpunkt Migration (Central American University, UCA Managua, Nicaragua)

Persisting Dreams

Der Fischer Toni erzählt von der Rettung und der Ankunft vonBootsflüchtlingen auf seiner Insel: Lampedusa. Unterstrichen vonAnimationen rüttelt Tonis Zeugnis an unserer Wahrnehmung von Migration.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

25

Regie: 

Sprache: 

  • Italienisch mit englischen Untertiteln

Spielzeiten: 

HEU 23.01. 18:00 | GI 25.01. 18:00 | MR 29.01. 18:00

Sadakat

Nach einer Demonstration gegen das politische Regime Erdo ̆gans verstecktAsli einen Aktivisten in ihrer Arbeitsstelle. Ihre Entscheidung wirkt sichschnell auf das Leben ihrer Familie aus.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

24

Regie: 

Sprache: 

  • Türkisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.01. 18:00

The Great Invisible

Bild

Am 20. April 2010 explodierte die Deepwater Horizon Öl-Plattform im Golf von Mexiko. Eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art in der Geschichte war die Folge. Über 780 Millionen Liter Erdöl gelangten ins Meer mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Elf Mitarbeiter der Plattform kamen bei der Explosion ums Leben, weitere wurden verletzt. Der Film dokumentiert die Auswirkungen der Katastrophe auf das Ökosystem und zeigt die Veränderungen für den Alltag der lokalen Bevölkerung und für die in der Fischereiwirtschaft Arbeitenden auf. Anhand von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern beleuchtet der Film den Alltag auf einer Bohrplattform und benennt die potentiellen Ursachen der Katastrophe. Die Filmemacher*innen dringen bei ihrer Recherche bis in die zentralen Strukturen der Öl-Industrie vor und lassen dabei wichtige Entscheidungsträger*innen zu Wort kommen. Die lokalen Arbeiter*innen sehen sich letztlich vor die Wahl gestellt: mit dem Fischfang fortzufahren unter dem Risiko, noch weiter in Armut zu geraten, oder auf die Seite der Öl-Industrie zu wechseln, die auch nach dem Unfall noch Arbeitsplätze anbietet.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

93

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 20:30 | GI 24.01. 18:00 |  MR 24.01. 20:30 | Gast: Greenpeace Marburg

The Look of Silence

1965 wurden in Indonesien in staatlich organisierten Massakern Gewerkschaftsmitglieder, Intellektuelle, ethnische Chines*innen und landloseBäuer*innen beschuldigt, Kommunist*innen zu sein, und verhaftet oder direkt ermordet. Die Täter*innen wurden für ihre Verbrechen nie zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Sie werden für ihre Taten bis heute gefeiert.Über ihren absoluten Mangel an Unrechtsbewusstsein drehte Regisseur Joshua Oppenheimer bereits den Dokumentarfilm „The Act of Killing“. In seinemneuen Film geht es um die Opfer. Gemeinsam mit Angehörigen der Opfersucht der Regisseur die Mörder*innen und deren Familien auf, konfrontiertsie mit ihren sadistischen Taten, fragt nach Gewissen und Verantwortung.Doch die Täter*innen, denen die Angehörigen der Opfer jeden Tag im Dorfbegegnen, zeigen keine Regung oder Reue. Oppenheimer dokumentiert dasGrauen eines nie aufgearbeiteten, kollektiven Verbrechens und gibt so derindividuellen Trauer ihren Raum.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

99

Regie: 

Sprache: 

  • Indonesisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 20:30 | GI 30.01. 20:30

The True Cost

Bild

Dies ist eine Geschichte über Kleidung. Über die Kleidung, die wir tragen, die Menschen, die sie machen und die weltweiten Auswirkungen der Industrie, welche sie herstellt. Die Preise für Kleidung sinken seit Jahrzehnten, während die Kosten für Mensch und Umwelt dramatisch steigen. Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. “The True Cost” ist daher eine dringend notwendige Dokumentation, die den Schleier von einer unsichtbaren Industrie lüftet und uns fragt, wer den Preis für unsere Kleidung zahlt. Rund um die Erde, vom schillernden Laufsteg zum düsteren Slum besucht der Regisseur Menschen, die wir hinter der Entstehung unserer Bekleidung üblicherweise nicht sehen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.01. 20:30 | Gast: Vertreterin von FEMNET e. V. (Bonn) | HEU 27.01 20:00 | MR 31.01. 16:00 | Thomas Seibert (medico International)

The Yes Men - Jetzt wird's persönlich

Bild

Sie sind Ikonen der Protestbewegung in den USA: Die berüchtigten Aktivisten The Yes Men (Mike Bonanno und Andy Bichlbaum) inszenieren seit 15 Jahren unterhaltsame, aber vor allem provokative Aktionen. Sie stellen Konzerne, Lobbygruppen oder Regierungen bloß, um aufzurütteln und aufzudecken. In schicken Secondhand-Anzügen und mit wenig Schamgefühl schleusen sie sich in Business-Events und Regierungsfunktionen ein, um auf die negativen Folgen der Globalisierung und der „Geiz-ist-geil“-Kultur hinzuweisen. Mittlerweile sind sie über 40 und die Midlife-Crisis droht ihrem Aktivismus ein Ende zu setzen, obwohl sie gerade dabei sind, die größte Herausforderung ihres Lebens vorzubereiten: den Klimawandel zu stoppen. „The Yes Men – Jetzt wird’s persönlich“ ist mehr als nur eine unterhaltsame Dokumentation ihrer letzten Interventionen. Der Film zeigt, wer die Menschen hinter den Aktionen sind und vermittelt die hoffnungsvolle Botschaft, dass Veränderungen möglich sind, wenn man für sie kämpft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 25.01. 20:30| GI 31.01. 18:00

Wahllos

Im Supermarkt. Ein Mann steht vor der Qual der Wahl. Eine Metapherunserer Konsumgesellschaft, der Pluralisierung und Demokratie?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

3

Regie: 

Sprache: 

  • Stummfilm

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 24.01. 18:00 & 20:30 | GI  27.01. 20:30 | MR 30.01. 18:0

Wastecooking

Bild

In der Europäischen Union werden jedes Jahr pro Person durchschnittlich 179 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Das Europäische Parlament hat das Jahr 2014 zum „Europäischen Jahr gegen Lebensmittelverschwendung“ ernannt. Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht: von Privathaushalten über Supermärkte und Restaurants bis hin zu den Lebensmittelhersteller*innen. „Wastecooking“ ist ein unterhaltsames Roadmovie. David Groß, Lebensmittelaktivist und Koch, reist durch fünf europäische Länder, um all jenes kulinarisch zu recyceln, was sonst an Essbarem vergeudet wird. Mit seinem Cooking-Truck trifft er dabei auf verschiedenste Akteur*innen der Lebensmittelverschwendungskette und sucht nach Lösungswegen für eine nachhaltigere Produktions- und Konsumweise. “Wastecooking” ist inspirierend, voller Handlungsmöglichkeiten und ein spannendes Projekt, das Kunst, Politik und Aktivismus vereint.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.01. 18:00 | Gast: Wam Kat (BadBelzig) und Foodsharing Marburg | GL 2.02. 19:30

Wir könnten, wir sollten, wir hätten doch...

Sonntagabend im winterlichen Deutschland. Im Fernsehen die üblichenNachrichten über die Flüchtlingskrise. Ein Paar bereitet sich gerade aufeinen gemütlichen Fernsehabend vor, als es plötzlich an der Tür klingelt ...

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

11

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Spielzeiten: 

GI 23.01. 20:00 | MR 31.01. 16:00