03.02.2018 - 18:00

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KONZERNE ALS RETTER

Deutschland 2017 | Caroline Nokel | 90 Min | OmdtU

Erklärtes Ziel der UN ist es, bis 2030 Armut und Hunger weltweit zu beenden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Der Einsatz unternehmerischen Know-hows kreiere eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, so die Befürworter*innen. Kritiker*innen halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Außenwirtschaftsförderung sei und nicht den Hungernden zugute komme. Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania. Dabei wird der Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie aufgezeigt und der Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist eine Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Staat in der Entwicklungshilfe überhaupt auf eine Art möglich, dass die lokale Bevölkerung tatsächlich von ihr profitiert?

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Caroline Nokel (Regie)