Samstag 27. Januar 2018

Samstag, 27. Januar 18.00 Uhr in Marburg

27.01.2018 - 18:00

Spielort: 

TEMPESTAD

Mexiko 2016 | Tatiana Huezo | 105 Min | OmengU

Eine mexikanische Frau, die vollkommen willkürlich verhaftet wurde, erzählt ihre Geschichte: Nach ihrer Verhaftung brüstete sich die Regierung ihres vermeintlichen Erfolges gegen die organisierte Kriminalität und inhaftierte die Frau in einem Privatgefängnis, das ganz offen unter der Kontrolle des Golf- Kartells steht. Wir sehen die Protagonistin nie, hören nur ihre Stimme während einer langen Busreise durch ein düsteres und wolkenverhangenes Land in einem unsichtbaren Krieg mit unsichtbaren Fronten. Überall finden Kontrollen durch martialisch aussehende Schwerbewaffnete statt, die eine Atmosphäre von permanenter Angst vermitteln. Durch die Bilder dieser Reise entsteht Raum für unsere eigenen Vorstellungen, sie fangen die Ungeheuerlichkeit des Berichts auf. Und plötzlich beginnt der Film mit einer zweiten Geschichte: Eine Zirkusartistin erzählt vom Verschwinden ihrer Tochter, die als Studentin entführt wurde. Ein Film von großer emotionaler und visueller Wucht.

Schlagworte: 

Termine: 

Regie: 

Gast: 

Lisa Ludwig ( Universität Marburg – FB Kultur u. Sozialanthropologie)

Samstag, 27. Januar 18.00 Uhr in Gießen

27.01.2018 - 18:00

Spielort: 

BORDERLAND BLUES

Deutschland, USA 2016 | Gudrun Gruber | 73 Min | OmdtU

Im Hügelland der Sonora Wüste an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko werden jährlich die menschlichen Überreste hunderter Migrant*innen geborgen. Sie sterben bei dem Versuch, sich hier in die USA durchzuschlagen. Die hochtechnologisierte Sicherheitspolitik der Grenzwache zieht ihre Spuren weit ins Inland hinein und die Menschen leben zwischen Überwachungsanlagen, Terrorangst und mit dem bereits 1.100 km langen Grenzzaun, dessen Bauarbeiten sich weiter fortsetzen. Die angespannte Lage im Grenzland hat die Einwohner*innen längst in zwei Lager geteilt. Die einen verlangen noch mehr »Grenzsicherheit«, die anderen fordern mehr humanitäre Hilfe. BORDERLAND BLUES erzählt aus der Sicht der Wüstenbewohner*innen von einem Leben am geographischen Rand der Vereinigten Staaten. Er begleitet Einheimische, NGOs und selbsternannte paramilitärische Grenzwächter auf ihren Wegen durch das Grenzgebiet.

Schlagworte: 

Termine: 

Regie: 

Vorfilm: 

Gast: 

Hauke Lorenz (Filmemacher: )

Samstag, 27. Januar 20:30 Uhr in Marburg

27.01.2018 - 20:30

Spielort: 

- Eintritt frei -

LIFE ON THE BORDER

Irak 2015 | Hazem Khodeideh u.a. | 73 Min | OmdtU

Der Krieg in Syrien und dem Irak aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen: Der berühmte kurdische Regisseur Bahman Ghobadi ermunterte sieben von ihnen, von ihren traumatischen Erlebnissen und dem Leben in den Flüchtlingscamps an der Grenze zwischen Syrien und Irak zu berichten. Dazu gab er ihnen jeweils eine Kamera und unterstützte sie dabei, filmisch ihre Geschichten zu erzählen und zu gestalten. Sie entwickelten die Drehbücher und standen sowohl hinter als auch vor der Kamera. Einige der so entstandenen kurzen Filme haben einen dokumentarischen Charakter, andere hingegen finden eher poetische und abstrakte Bilder. Eines haben die Filme jedoch gemein: Sie alle zeigen die Erfahrungen der Kinder mit dem Krieg und das schwierige Leben in den Flüchtlingscamps. Andererseits entstehen auch immer wieder zuversichtliche und liebevolle Momente, in denen die jungen Regisseur*innen von ihren Familien, Traditionen oder ihrer Musik berichten.

Schlagworte: 

Termine: 

Regie: 

Gast: 

B. Soleiman und S. Hossein (Filmprotagonisten), S. Nemati (Regie)

Samstag, 27. Januar 20:30 Uhr in Gießen

27.01.2018 - 20:30

Spielort: 

DEAD DONKEYS FEAR NO HYENAS – GRÜNES GOLD

Deutschland 2017 | Joakim Demmer | 80 Min | OmdtU

Ein dokumentarischer Thriller über die rücksichtslosen Methoden des Landraubs. Ackerland gilt global als das neue »Grüne Gold«. Und einer der profitabelsten Hotspots in diesem Business ist Äthiopien. Der Film begleitet einen äthiopischen Umweltjournalisten und zeigt Landgrabbing als eine moderne Form der Kolonisierung, bei der sich ausländische Investoren ohne jeden Nutzen für die lokale Bevölkerung große Ackerflächen aneignen. Auf Exporterlöse hoffend überlässt die äthiopische Regierung Millionen Hektar von angeblich ungenutztem Land den Investoren. Versprochen werden dabei Wohlstand und Entwicklung. In der Realität aber bleiben Bäuer*innen zurück, die von dem Land, auf dem sie seit Generationen lebten, mit Gewalt vertrieben wurden. Sie kämpfen verzweifelt um den Erhalt ihres Landes, ihrer Kultur, ihres Lebens. EU, Weltbank und internationale Entwicklungsagenturen tragen zu diesem Desaster mit milliardenschwerer Unterstützung bei.

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Termine: 

Regie: 

Gast: 

Gast: Joakim Demmer (Regie)