Kolonialismus

A MEMORY IN THREE ACTS

Mosambik 2016 | Indadelso Cossa | 64 Min | OmengU

Mosambik erlangte 1975 nach langem bewaffneten Kampf die Unabhängigkeit von Portugal. Noch zu Kolonialzeiten, in den 1960er Jahren, richtete eine Brigade der portugiesischen Geheimpolizei PIDE, genannt KULA, in der Hauptstadt Maputo ein Folterzentrum in der Vila Algarve ein. Dort wurden unzählige Freiheitskämpfer*innen verhört, gefoltert und ermordet. Für den Film A MEMORY IN THREE ACTS kehren einige der damaligen politischen Gefangenen nach 40 Jahren an den Ort ihrer Folter zurück. Ihre Bereitschaft, über ihre damaligen Erlebnisse vor der Kamera zu reden, wirkt wie eine Therapie gegen ihre Traumata. Der Film führt in bedrückenden Bildern durch die Ruinen des Folterzentrums, gefolgt von den Erzählstimmen der Widerstandskämpfer und begleitet von eindrucksvoller Musik. Die Mischung aus Archivmaterial, aktuellen Aufnahmen und Erzählungen der Zeitzeug*innen belegt facettenreich ein koloniales Trauma, dessen Wunden noch immer nicht geheilt sind.

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