Sonntag 28. Januar 2018

28.01.2018 - 11:00

Spielort: 

 - Sonntagsmatinée mit Musik und indischem Buffet - 

MILLIONS CAN WALK

Indien, Schweiz 2013 | Christoph Schaub & Kamal Musale | 88 Min | OmdtU

Bild

Hunderttausend Inder*innen, Landlose und Ureinwohner*innen – die Adivasi – unterwegs zu Fuß. Ihr Weg ist ein Protestmarsch, der sie von Gwalior ins 400 Kilometer entfernte Delhi führt. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen und von der Regierung eine Landreform einzufordern. Der im großen Stil betriebene Abbau von Bodenschätzen, das Anlegen immenser Plantagen und mächtige Infrastrukturprojekte haben dazu geführt, dass sie vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden – und werden. Auf der langen Reise sind sie der Hitze ausgesetzt, trotzen Krankheiten, nehmen Entbehrungen auf sich. Für sie steht fest: Sie werden ausharren, bis die Regierung auf ihre Forderungen eingeht. Ihr Marsch, dessen Idee auf Gandhis Philosophie des gewaltlosen Widerstandes gründet, schreibt Geschichte und fi ndet in den wichtigen internationalen Medien Beachtung. Der Film zeigt die vielfältigen Facetten des imposanten Protestmarsches und beleuchtet die schicksalshafte Geschichte sowie die tägliche Realität der Teilnehmenden. 

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Termine: 

Regie: 

Gast: 

Lee Bach (Folk-Sängerin) und Freunde von Ekta Parishad e.V.
28.01.2018 - 15:00

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- Kooperationsprojekt mit der Studierendeninitiative »Uni goes Globale« - 

THE WAIT

Dänemark 2016 | Emil Langballe 58 Min | OmengU

Rokhsar Sediqi ist 14 und lebt in einer dänischen Kleinstadt. Sie ist gut in der Schule, hat Freunde und spielt im Mädchenteam des örtlichen Fußballvereins. Ein normales Teenagerleben, scheint es. Aber das täuscht: Vor mehr als fünf Jahren floh sie mit ihren Eltern und fünf Geschwistern aus Afghanistan nach Dänemark. Doch ihr Antrag auf Asyl wurde abgelehnt. Eine Abschiebung kann also jederzeit erfolgen.
»The Wait« zeigt eindrücklich, was die europäische Asylpolitik mit ihren abstrakten, bürokratischen Prozessen und jahrelanger Unsicherheit für Rokhsar und ihre ganze Familie bedeutet.

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Vorfilm: 

Gast: 

J. Störmer (Flüchtlingsberatung, Diakonisches Werk), Prof. H. Christiansen (Marburg)
28.01.2018 - 15:30

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DIL LEYLA

Deutschland 2017 | Asli Özarslan | 71 Min | OmdtU

Der Dokumentar lm DI LEYLA porträtiert die 27-jährige Leyla Imret bei ihren politischen Bemühungen, den Friedensprozess zwischen der kurdischen Bevölkerung der Türkei und der Regierung voran zu treiben. Leyla wurde in der türkischen Kleinstadt Cizre nahe der syrisch-irakischen Grenze geboren und wuchs mit den heftigen, bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen PKK und Militär auf. Nachdem ihr Vater in einem Gefecht mit dem türkischen Militär ums Leben gekommen ist, schickte ihre Mutter die damals 5-Jährige nach Deutschland, um sie vor den anhaltenden Konflikten zu schützen. Dort wächst sie bei Verwandten auf. Zwanzig Jahre später kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück und kandidiert für das Bürgermeister*innenamt. Mit großer Mehrheit wird sie gewählt. Der Dokumentarfilm schwankt zwischen alltäglichen Szenen der Kleinstadtpolitik und den immer wieder aufflammenden Konflikten in und um Cizre. Hoffnungsvolle Momente wie der Wahlerfolg der prokurdischen Partei HDP im Jahr 2015 werden überschattet von der erneuten Eskalation des Krieges im Jahr darauf.

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Gast: 

Mehmet Tanriverdi (Deutsch-kurdische Gesellscha Gießen e. V.)
28.01.2018 - 18:00

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THE END OF MEAT

Deutschland 2017 | Marc Pierschel | 95 Min | Deutsch

Filmemacher Marc Pierschel wagt mit seinem Film den Blick in eine mögliche Zukunft ohne Fleisch und antizipiert deren Auswirkungen auf die Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem ganz besonderen Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellt, spricht mit den Pionier*innen der veganen Bewegung in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten »Nutztieren« in Freiheit und trifft auf Wissenschaftler*innen, die die Herstellung tierfreien Fleisches erforschen, das neben der veganen/vegetarischen Er- nährungsweise zusätzlich zu einer wesentlichen Veränderung des 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkts beitragen soll. Der Film zeigt Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die vielschichtigen Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über eine zeitgemäße Tierethik und die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf. Wie lässt sich die entscheidende Wende im Mensch-Tier-Verhältnis gesamtgesellschaftlich erreichen?

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Gast: 

Marc Pierschel (Regie)
28.01.2018 - 18:00

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#MYESCAPE

Deutschland 2016 | Elke Sasse | 90 Min | OmdtU

#MYESCAPE dokumentiert Fluchtwege auf direkte und eindrucksvolle Weise. Er nutzt dafür Videomaterial, das nicht von Filmemacher*innen oder Journalist*innen stammt, sondern von den Flüchtenden selbst. Für viele Menschen auf der Flucht ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht. Es dient dem Transport von Erinnerungen an das Zurückgelassene und an die einzelnen Fluchtstationen. In den sozialen Netzwerken kursieren zahllose Clips, die nicht über, sondern von der Flucht nach Deutschland erzählen, nicht aus sicherem Abstand, sondern aus unmittelbarer Nähe. #MYESCAPE hat solche Fluchtgeschichten gesammelt: von der Heimat, vom Abschied, den verschiedenen Stationen der Flucht, der Ankunft und den ersten Eindrücken in Deutschland. Die Geflüchteten kommentieren ihr Filmmaterial mit ausführlichen Interviews. So entsteht ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe von Menschen auf der Suche nach Sicherheit.

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Aktivisten des Freedom March 2014
28.01.2018 - 20:30

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THANK YOU FOR THE RAIN

Norwegen, Kenia 2017 | Julia Dahr & Kisilu Musya | 87 Min | OmdtU

Über fünf Jahre hinweg hält Kisilu Musya, ein Kleinbauer aus Kenia, mit der Kamera das Leben seiner Familie, seines Dorfes und die lokalen Auswirkungen des Klimawandels fest. Er filmt das Auftreten von Dürren, Überschwemmungen und Stürmen. Seine Kinder werden aus der Schule nach Hause geschickt, weil er infolge der Ernteausfälle die Schulgebühr nicht zahlen kann. Dorfbewohner*innen ziehen Arbeit suchend in die Stadt, familiäre Konflikte häufen sich. Nachdem ein Sturm sein Haus zerstört, beginnt Kisilu ein Gemeinschaftsprojekt von Kleinbäuer*innen aufzubauen. Er leistet Aufklärungsarbeit zum Klimawandel und versucht durch angepasste Anbaumethoden die negativen Folgen extremer Wetterbedingungen auf die Selbstversorgung seines Dorfes zu mildern. Über seinen Kontakt mit der Filmemacherin Julia Dahr wird er 2015 zur UN-Klimakonferenz nach Paris eingeladen. Mit großen Hoffnungen erstattet Kisilu Bericht vor den Regierenden der Welt.

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Johannes Grün (Brot für die Welt)
28.01.2018 - 20:30

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THE END OF MEAT

Deutschland 2017 | Marc Pierschel | 95 Min | Deutsch

Filmemacher Marc Pierschel wagt mit seinem Film den Blick in eine mögliche Zukunft ohne Fleisch und antizipiert deren Auswirkungen auf die Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem ganz besonderen Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellt, spricht mit den Pionier*innen der veganen Bewegung in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten »Nutztieren« in Freiheit und trifft auf Wissenschaftler*innen, die die Herstellung tierfreien Fleisches erforschen, das neben der veganen/vegetarischen Er- nährungsweise zusätzlich zu einer wesentlichen Veränderung des 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkts beitragen soll. Der Film zeigt Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die vielschichtigen Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über eine zeitgemäße Tierethik und die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf. Wie lässt sich die entscheidende Wende im Mensch-Tier-Verhältnis gesamtgesellschaftlich erreichen?

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Regie: 

Gast: 

Marc Pierschel (Regie)