Spielplan Biebertal-Königsberg

03.02.2018 - 20:00

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DIL LEYLA

Deutschland 2017 | Asli Özarslan | 71 Min | OmdtU

Der Dokumentar lm DI LEYLA porträtiert die 27-jährige Leyla Imret bei ihren politischen Bemühungen, den Friedensprozess zwischen der kurdischen Bevölkerung der Türkei und der Regierung voran zu treiben. Leyla wurde in der türkischen Kleinstadt Cizre nahe der syrisch-irakischen Grenze geboren und wuchs mit den heftigen, bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen PKK und Militär auf. Nachdem ihr Vater in einem Gefecht mit dem türkischen Militär ums Leben gekommen ist, schickte ihre Mutter die damals 5-Jährige nach Deutschland, um sie vor den anhaltenden Konflikten zu schützen. Dort wächst sie bei Verwandten auf. Zwanzig Jahre später kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück und kandidiert für das Bürgermeister*innenamt. Mit großer Mehrheit wird sie gewählt. Der Dokumentarfilm schwankt zwischen alltäglichen Szenen der Kleinstadtpolitik und den immer wieder aufflammenden Konflikten in und um Cizre. Hoffnungsvolle Momente wie der Wahlerfolg der prokurdischen Partei HDP im Jahr 2015 werden überschattet von der erneuten Eskalation des Krieges im Jahr darauf.

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04.02.2018 - 16:30

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THE END OF MEAT

Deutschland 2017 | Marc Pierschel | 95 Min | Deutsch

Filmemacher Marc Pierschel wagt mit seinem Film den Blick in eine mögliche Zukunft ohne Fleisch und antizipiert deren Auswirkungen auf die Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem ganz besonderen Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellt, spricht mit den Pionier*innen der veganen Bewegung in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten »Nutztieren« in Freiheit und trifft auf Wissenschaftler*innen, die die Herstellung tierfreien Fleisches erforschen, das neben der veganen/vegetarischen Er- nährungsweise zusätzlich zu einer wesentlichen Veränderung des 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkts beitragen soll. Der Film zeigt Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die vielschichtigen Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über eine zeitgemäße Tierethik und die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf. Wie lässt sich die entscheidende Wende im Mensch-Tier-Verhältnis gesamtgesellschaftlich erreichen?

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05.02.2018 - 20:00

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DEAD DONKEYS FEAR NO HYENAS – GRÜNES GOLD

Deutschland 2017 | Joakim Demmer | 80 Min | OmdtU

Ein dokumentarischer Thriller über die rücksichtslosen Methoden des Landraubs. Ackerland gilt global als das neue »Grüne Gold«. Und einer der profitabelsten Hotspots in diesem Business ist Äthiopien. Der Film begleitet einen äthiopischen Umweltjournalisten und zeigt Landgrabbing als eine moderne Form der Kolonisierung, bei der sich ausländische Investoren ohne jeden Nutzen für die lokale Bevölkerung große Ackerflächen aneignen. Auf Exporterlöse hoffend überlässt die äthiopische Regierung Millionen Hektar von angeblich ungenutztem Land den Investoren. Versprochen werden dabei Wohlstand und Entwicklung. In der Realität aber bleiben Bäuer*innen zurück, die von dem Land, auf dem sie seit Generationen lebten, mit Gewalt vertrieben wurden. Sie kämpfen verzweifelt um den Erhalt ihres Landes, ihrer Kultur, ihres Lebens. EU, Weltbank und internationale Entwicklungsagenturen tragen zu diesem Desaster mit milliardenschwerer Unterstützung bei.

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06.02.2018 - 20:00

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TRUE WARRIORS

Afghanistan, Deutschland 2017 I Ronja von Wurmb-Seibel, Niklas Schenck I 90 Min I OmdtU

Kabul, 11. Dezember 2014: Bei der Premiere eines Theaterstücks über Selbstmordanschläge sprengt sich ein 17 Jahre alter Junge in die Luft. Manche Zuschauer*innen klatschen – sie halten die Explosion für eine besonders realistische Inszenierung. Erst als Panik ausbricht, verstehen sie, was passiert ist. Der Dokumentarfilm TRUE WARRIORS erzählt die Geschichte der Schauspieler*innen und Musiker*innen, die an diesem Tag auf der Bühne standen. Sie wollten mit ihrem Stück über Selbstmordanschläge ein Zeichen setzen gegen den Terror, der ihre Gesellschaft zerfrisst. Nun sind sie selbst vor Angst gelähmt. Sollen sie jemals wieder Theater spielen? Nicht vorstellbar. Als Musiker berühmt werden? Viel zu gefährlich. Erst als der Schock der Gewalt sie ein zweites Mal trifft, entscheiden die Künstler*innen, sich mit aller Kraft ihrer Ohnmacht entgegenzustellen. Sie radikalisieren sich künstlerisch und beginnen so, ihr Trauma zu besiegen. TRUE WARRIORS zeigt uns, dass wir dem Terror mehr entgegensetzen müssen als Hass und Angst.

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