Die Filme in Marburg

Freitag, 20. Januar 2017 - 19:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Abou Bakar Sidibé (Regie)

** Eröffnungsveranstaltung in der Waggonhalle Marburg **

Les Sauteurs – Those Who Jump

Vom marokkanischen Berg Gurugu aus hat man einen guten Blick auf die nordafrikanische Mittelmeerküste und die spanische Enklave Melilla. Genau hier werden Afrika und der europäische Kontinent durch eine stark gesicherte Grenze voneinander getrennt, die aus drei hintereinander gereihten, meterhohen Zäunen besteht. In den umliegenden Wäldern leben Geflüchtete, die meist aus der Subsahara-Region kommen. Sie warten auf einen geeigneten Zeitpunkt, um die Grenze zu überqueren. Auch der aus Mali stammende Abou Bakar Sidibé lebt seit 14 Monaten in dem inoffiziellen Camp und hat schon mehrfach den Sprung über die Grenzzäune versucht. Nach einem Treffen mit den Filmemachern Moritz Siebert und Estephan Wagner übernimmt Sidibé deren Kamera und beginnt, seinen Alltag am Rande einer abgeschotteten EU, der von zermürbendem Warten geprägt ist, selbst zu dokumentieren. So findet in „Les Sauteurs” ein längst notwendiger Perspektivenwechsel statt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

79

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 20.1. 19:30 | GI 21.1. 20:30

Trailer : 

Samstag, 21. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Ascan Breuer (Regie)

Jakarta Disorder

Der Film zeigt die Herausforderungen, vor denen der Kampf für die Demokratisierung Indonesiens steht. Zwei couragierte Frauen kämpfen für eine echte Teilhabe der verarmten Bevölkerungsmehrheit an der neuen Demokratie. Dafür schlagen sie sich durch das Dickicht von Machtstrukturen und Smogschwaden einer Stadt, die scheinbar aus allen Nähten platzt. Oma Dela, die selber im Slum lebt, und die Akademikerin Wardah Hafidz versuchen, die verarmte Bevölkerung zu aktivieren, die von lokaler Gesetzeswillkür und Gentrifizierung durch globales Kapital bedrängt wird. Erst zum zweiten Mal wählen die Indonesier*innen einen neuen Präsidenten. Die beiden Protagonistinnen wollen diese Gelegenheit nutzen und die Stimmen der ärmeren Bevölkerung vereinen. Sie formulieren Forderungen und sichern dem Kandidaten, der sich verpflichtet, diese zu erfüllen, die Stimmen der Slumbewohner*innen zu. Kann die Macht der Vielen tatsächlich die Macht einer kleinen Elite brechen oder bleibt „echte Demokratie“ ein Ideal?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 21.1. 18:00 | GI 22.1. 20:30

Trailer : 

Samstag, 21. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Çağdaş Yüksel (Regie)

Asyland

Ein Leben in Containern, Bettenlagern und Baracken. Eingezäunt und abgeschottet von der Außenwelt – so sieht die harte Realität der Erstaufnahmelager für Geflüchtete aus. Diese Bilder sind zwar aus den Abendnachrichten bekannt, viel weniger weiß man allerdings, wie es in den Menschen, die dort leben, aussieht. Der Dokumentarfilmer Çağdaş Yüksel nimmt uns mit auf eine Reise quer durch Deutschland. Er besucht Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und sich nun, angekommen in Deutschland, mit unvorstellbaren Herausforderungen konfrontiert sehen. Ein halbes Jahr begleitete das Filmteam den Alltag von Geflüchteten und dokumentiert dabei nicht nur ihren Tagesablauf, sondern auch ihre Motivationen, Gefühle und Gedanken. Auf der Suche nach Erklärungen beleuchtet der Film unterschiedliche Sichtweisen auf die Situation von Geflüchteten in Deutschland. Er lädt die Zuschauer*innen ein, zu verstehen und die Perspektive zu wechseln. Ein sehr hilfreicher Film.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

62

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 21.1. 20:30 | GI 22.1. 18:00 | BN 29.1. 11:00 | SAA 30.1. 20:30 | GL 30.1. 19:30

Trailer : 

Sonntag, 22. Januar 2017 - 15:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Mehmet Tanriverdi (Deutsch-kurdische Gesellschaft Gießen e.V.)

** Mit Deutscher Overvoice und ohne Altersbeschränkung ist unser Familien-Film auch gut für jüngeres Publikum geeignet. **

Folge meiner Stimme – Were Dengê Min

In einem entlegenen kurdischen Bergdorf im Osten der Türkei geraten die alte Berfe und ihre Enkelin Jiyan in Schwierigkeiten, als ihr Sohn und Vater Temo, einziges männliches Mitglied des Haushalts, mit allen anderen jüngeren Männern des Dorfes vom türkischen Militär verhaftet wird. Der kommandierende türkische Offizier hatte die Information, dass in jedem Haus des Dorfes Waffen versteckt seien. Jeder Gefangene kommt frei, sobald die Angehörigen ein Einsehen haben und die versteckten Waffen abgeben. Das Problem ist aber, dass es gar keine versteckten Waffen gibt! Jede Familie sucht nach einer Lösung und so mancher betreibt sein eigenes Geschäft mit den Unwissenden. Auch Berfe und Jiyan machen sich in ihrer Verzweiflung auf den Weg eine Waffe zu finden, um Temo aus den Händen des Militärs zu befreien. Die Suche nach dieser Waffe wird zur Geschichte eines alten kurdischen Märchens: Zur Geschichte des Fuchses …

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 15:30 | GI 29.1. 15:30 | NW 1.2. 19:00

Trailer : 

Sonntag, 22. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Wolfgang Schuch (ADFC)

Bikes vs Cars

Der tägliche Verkehrsinfarkt macht das Leben in den Städten für Menschen weltweit immer problematischer. Eine Alternative zur Autonutzung sehen Viele im Radfahren. Wie mühsam dies aber häufig sein kann, zeigen Beispiele aus Sao Paulo, Los Angeles und anderen Städten. Radfahraktivist*innnen fordern daher mehr und sicherere Wege. Kontrastreich führt der Film uns vor Augen, wie die Entwicklung des Autoverkehrs mit der Schaffung entsprechender städtischer Infrastruktur korrespondiert und damit das Leben in der Stadt immer lebensfeindlicher macht. Es ist ein ungleicher Kampf, den die Aktivist*innen gegen die bedrückende Inbesitznahme der Stadt durch das Auto führen. Eine Automobilindustrie, die weiter expandiert, steht ihnen entgegen: Weltweit gab es im Jahr 2012 eine Milliarde Autos, 2020 sollen es doppelt so viele sein. Dass Aktivität jedoch zu Veränderung führen kann, sieht man am hoffnungsvollen Beispiel von Kopenhagen, wo mittlerweile rund 40 % der Pendler*innen mit dem Rad unterwegs sind.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 18:00 | SAA 1.2. 18:00

Trailer : 

Sonntag, 22. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Stefan Alt (Öko-Institut e. V.)

Die Reise zum sichersten Ort der Erde

In den letzten 60 Jahren haben sich rund um die Welt mehr als 350.000 Tonnen hochradioaktive Atomabfälle angesammelt. Diese müssen für tausende von Jahren an einem sicheren Ort, sprich: für Mensch und Umwelt unschädlich, endgelagert werden. Doch ein Endlager existiert bis heute nicht und die Produktion von atomarem Restmüll wird ungebrochen fortgesetzt. Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie gibt Einblicke in das hartnäckige Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden, um das fatale Dilemma zu beheben. Die weltumspannende Suche führt an die unterschiedlichsten Orte: durch die Schweiz, in die chinesische Wüste Gobi, nach Gorleben bis hin in die westaustralische Steppe. Es zeichnet sich ab, dass es keine schnelle Lösung des Problems geben wird. Der Film bringt fixe Weltbilder ins Wanken und führt uns an die Grenzen von Wissen und gesellschaftlich Verantwortbarem.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 20:30 | GI 22.1. 15:30

Trailer : 

Montag, 23. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Adji Gaye (Politikwissenschaftlerin)

The Revolution Won‘t be Televised

Staatsoberhäupter, die stur und brutal an ihrer Macht festhalten, sind für viele Länder Afrikas ein großes Problem – und dementsprechend verhasst. Als Senegals Präsident Wade 2011 erneut kandidieren wollte, formierte sich daher breiter Widerstand. Kurz nachdem sich die Bewegung „Y’en a marre“ („Wir haben die Schnauze voll“) gegründet hatte, unter ihnen auch die beiden Rapper Thiat und Kilifeu, begann die Filmemacherin Rama Thiaw, die Ereignisse zu dokumentieren. Über mehrere Jahre begleitete sie Meetings, Kampagnen, Konzerte, Reisen, Verhaftungen, Erschöpfungszustände. Der Film gibt dem Zuschauer Einblicke in die Widersprüche zwischen Musik und Politik, Straße und Staat. Entstanden ist so das mitreißende Porträt einer jugendlichen Protestbewegung, die tatsächlich großen Einfluss auf den Ausgang der Wahl hatte. „The Revolution Won’t be Televised” ist ein Film über die Sehnsucht nach einem Neubeginn in einem Land, in dem der Großteil der Bevölkerung unter 25 ist.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

110

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.1. 18:0
Montag, 23. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Stefan Schulte (Regionalgruppe Gemeinwohlökonomie Lahn- Eder)

Tomorrow

Ein ermutigender Film über mögliche Lösungen, den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Mit der Absicht, danach zu suchen, machen sich die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in zehn Länder auf. Dort besuchen sie Organisationen, Wissenschaftler*innen, Landwirt*innen und Umweltschützer*innen. Sie wollen Antworten auf die Frage erhalten, wie die Energiewende und der Umweltschutz in Zukunft umgesetzt werden können. Die große Stärke des Films ist, dass er bei diesen Themen nicht stehen bleibt, sondern auch in den Bereichen soziale Gerechtigkeit, Bildung und Demokratisierung positive Beispiele zeigt. Der Film beginnt mit einem düsteren Zukunftsszenario, bietet im Verlauf aber eine Fülle von Perspektiven, selbst aktiv zu werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

118

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.1. 20:30 | GI 29.1. 20:30 | HEU 26.1. 20:00 | WB 23.1. 19:00 | SAA 2.2. 18:00

Trailer : 

Dienstag, 24. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Tobias Büchner (Produktion)

Furusato

MinamisÕma, eine kleine Stadt in der Sperrzone um Fukushima, sucht nach dem SuperGAU im AKW nach Normalität. Hauptprotagonist*innen des Films sind ein Teenage-Rocker, ein Umweltaktivist, ein Ingenieur der AKW-Betreiberfirma Tepco und eine Pferdezüchterin. Sie alle versuchen, ihr Leben angesichts des Verlustes ihrer Häuser, ihres sozialen Gefüges und der unsichtbaren Strahlungsgefahr neu zu organisieren. Sie stehen vor der Frage, ob sie bleiben oder gehen sollen. „Furusato“ – „Heimatstadt“, ist ein beunruhigendes Porträt des alltäglichen Lebens inmitten einer Katastrophe, deren Auswirkungen weit über Japan hinausgehen. Der Film bietet viel Raum, sich mit den großen Problemen rund um Wachstum und Energie sowie den tatsächlichen Kosten unserer gegenwärtigen Lebensweise zu beschäftigen. Im November 2016 gewann der Film den Jurypreis „Goldene Taube” des DOK Leipzig Filmfestivals.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

94

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 18:00 | GI 25.1. 20:30 | HEU 23.1. 20:00

Trailer : 

Dienstag, 24. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Wolfgang Landgraeber (Regie)

Vom Töten Leben

Wie können Menschen von der Produktion von Waffen leben, die zum Töten anderer Menschen dienen? Um diese Frage zu beantworten, besucht der Regisseur den schwäbischen Ort Oberndorf, wo gleich mehrere Firmen Waffen produzieren. Er begleitet einen kritisch eingestellten OB-Kandidaten im Wahlkampf und zeichnet ein vielschichtiges Bild der Bevölkerung. Der Politiker benennt das Dilemma: „Die Leute wissen, dass sie täglich eine Todsünde begehen.“ Neben Kritiker*innen kommen auch Beschäftigte von „Heckler & Koch” zu Wort, wo die weltweit von Militärs und Terrorist*innen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden. Gerichtsverfahren konnten bisher nichts daran ändern, dass diese auch in Krisengebiete geliefert werden. Jeden Tag verlieren weltweit Menschen durch Waffen aus Oberndorf ihr Leben. Dieser Konsequenz ihres Handelns wollen die meisten der in der Waffenproduktion arbeitenden Menschen aber nicht ins Auge sehen. Sie fühlen sich stattdessen an den Pranger gestellt. Ein Film gegen eine Mauer aus Leugnung und Rationalisierung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 20:30 | WZ 25.1. 19:00 | SAA 31.1. 18:00 | GL 1.2. 19:30
Mittwoch, 25. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Kenan Emini (Roma Antidiscrimination Networc)

Trapped by Law

Die beiden Roma Kefaet und Selami, zwei Brüder und Rapper, die in Essen als Asylbewerber aufgewachsen sind, werden im März 2010 in den Kosovo abgeschoben. Sie kommen, getrennt von ihrer Familie, in ein Land, das ihnen vollkommen unbekannt ist. Dort fühlen sie sich wie Touristen und treffen auf bislang unbekannte Verwandte. Statt Hilfe und Unterstützung erfahren sie nur Ablehnung. Es beginnt eine Odyssee durch den Behördendschungel, die geprägt ist von immer neuen Hoffnungen und Enttäuschungen. Ihre Ausreiseanträge werden regelmäßig ohne Begründung abgelehnt. Schließlich erhalten sie eine Einladung zu einem Festival nach Slowenien, die es ihnen ermöglichen könnte, nach Deutschland weiter zu reisen. Kommt ihre Geschichte doch noch zu einem guten Ende? Regisseur Sami Mustafa hat Selami und Kefaet über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren mit der Kamera begleitet. Es ist ein intimes Porträt zweier Brüder entstanden, die ihre alte Heimat verloren und ihre neue noch nicht gefunden haben. Ein Film über Heimat, Familie, Flucht und das Gefühl, zwischen zwei Welten zu leben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.1. 18:00

Trailer : 

Mittwoch, 25. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Alexis Passadakis (Attac)

**Attac Sonderveranstaltung mit freiem Eintritt**

This is Not a Coup

Beim Referendum im Juli 2015 sagten die Menschen in Griechenland mit überwältigender Mehrheit „Nein – OXI“ zur Fortsetzung der europäischen Verarmungspolitik. Nur eine Woche später wurde die Syriza-Regierung von den europäischen Eliten gezwungen, genau diese abgelehnte Politik fortzuführen. Viele sprachen von „mentalem waterboarding“, dem Alexis Tsipras in dieser Nacht ausgesetzt worden sei. Soziale Bewegungen prägten den Slogan „This is a Coup“ – „Das ist ein Putsch“. Der neue Film der Macher*innen von „Debtocracy“, „Catastroika“ und „Fascism Inc.“ nimmt diese Ereignisse zum Ausgangspunkt und stellt sie in einen größeren Zusammenhang: Wie funktioniert der Euro und wessen Interessen dient er? Welche Ziele verfolgt die europäische Kürzungspolitik? Wie wurden die sogenannten Rettungsprogramme in Irland, Portugal und Zypern durchgesetzt? Welche Rolle spielt die EZB? Fazit: Das war kein Putsch, sondern gängige Praxis der EU-Institutionen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.1. 20:30

Trailer : 

Donnerstag, 26. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Renate Willke-Launer (Journalistin und Autorin)

Assistance Mortelle –Tödliche Hilfe

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem verheerenden Erdbeben verwüstet. 230.000 Menschen verloren ihr Leben, 1,5 Millionen Bewohner*innen des Karibikstaates wurden obdachlos. Die internationale Staatengemeinschaft sagte 11 Milliarden Dollar an Hilfsmaßnahmen zu. Hilfsorganisationen aus aller Welt entsandten Mitarbeiter*innen. Die Koordinierung und Verwaltung der Gelder übernahm die Interimskommission IHRC, geleitet von Bill Clinton. „Dies ist die größte Chance, die Haiti je hatte“, versprach der ehemalige US-Präsident. Der Filmregisseur und frühere Kulturminister Haitis Raoul Peck sieht das anders. Er dokumentierte den Wiederaufbau seines Landes zwei Jahre vor Ort. Er befragte Entscheidungsträger*innen, Ingenieure*innen und „einfache“ Haitianer*innen. Seine bittere Bilanz: Noch immer leben Hunderttausende in Zelten, nur ein Bruchteil des versprochenen Geldes ist angekommen und viele Spendengelder flossen zurück in die „Geberländer“. Haitianer*innen wurden beim Wiederaufbau von allen wichtigen Entscheidungen systematisch ausgeschlossen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

99

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.1. 18:00 | SAA 31.1. 20:30

Trailer : 

Donnerstag, 26. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Susan Gluth (Regie)

** In Kooperation mit der Filmreihe Friedens- und Konfliktforschung **

Urmila – Für die Freiheit

Urmila Chaudhary lebt im Süden Nepals und ist sechs Jahre alt, als sie von ihren Eltern als „Kamalari“, eine Haushaltssklavin, in die Hauptstadt verkauft wird. Erst 12 Jahre später gelingt ihre Befreiung. Mit der eigenen Freiheit gibt sich Urmila aber nicht zufrieden. Aus dem Erlebten zieht sie ihre Lehren und engagiert sich mit der Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ gegen das „offiziell” als abgeschafft geltende System der Leibeigenschaft. Bis heute konnten von Urmila und ihren Mitstreiterinnen über 13.000 Mädchen aus der Sklaverei befreit werden. Gleichzeitig hat sich Urmila ein vermeintlich unerreichbares Ziel gesetzt: Sie möchte Rechtsanwältin werden und ihr Heimatland Nepal weiter verändern. Deshalb versucht sie, ihren Schulabschluss nachzuholen, denn wie den meisten „Kamalari“ blieb auch ihr eine Schulbildung verwehrt. Beim Versuch, das Lernen mit ihrer Arbeit als Aktivistin zu vereinbaren, stößt die mittlerweile 25-Jährige aber zunehmend an ihre persönlichen Grenzen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.1. 20:30

Trailer : 

Freitag, 27. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Elmar Wigand (aktion ./. arbeitsunrecht)

Limpiadores

Auf der Flucht vor sozialer und politischer Instabilität in ihren Heimatländern wandern viele Lateinamerikaner*innen nach Großbritannien aus. Sie suchen nach Arbeitsmöglichkeiten und einem sicheren Umfeld, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Vor Ort sehen sie sich mit Diskriminierung, Ausbeutung und sozialer „Unsichtbarkeit“ konfrontiert. Sprachbarrieren und die Notwendigkeit, ein Einkommen zu erwirtschaften, um zu überleben, bringen sie in eine schwierige Lage. „Limpiadores“ fängt das Leben dieser Wanderarbeiter*innen ein, die am Rande der Gesellschaft von London in Outsourcing-Unternehmen als Reinigungspersonal arbeiten. Der Regisseur begleitet drei Frauen auf dem Weg zur Arbeit und zeigt sie bei ihren frühen Morgenschichten an den Hochschulen der Stadt. Während sie die Büros und Klassenräume der Universitäten im Dunkeln der Nacht fegen und wischen, berichten sie über ihre Migrationserfahrungen, Desillusionierungen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

39

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.1. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

Vorfilm: 

Cerro Rico – The Silver Mountain

Im bolivianischen Hochland erhebt sich der Berg Cerro Rico. Durch eine 1545 zufällig entdeckte Silberader wurden die spanischen Konquistadoren auf den Berg aufmerksam und begannen noch im selben Jahr zu graben. Dieser Reichtum finanzierte das spanische Imperium und beeinflusste die ökonomische Entwicklung in Europa maßgeblich. Der Preis dieses unvorstellbaren Silberabbaus: Völkermord. In nur drei Jahrhunderten fielen der Habgier der Europäer*innen am Cerro Rico mehr als acht Millionen Menschen zum Opfer. Vom Reichtum ist der Region nicht viel geblieben. Dennoch graben auch heute noch rund 150.000 Bergarbeiter in den Minen des Cerro Rico. 2014 begann Armin Thalhammer gemeinsam mit fünf jungen Filmemacher* innen, die Kumpel über sechs Wochen hinweg in den Stollen zu begleiten, um ihre harte Arbeit zu dokumentieren. Der Regisseur verlässt sich dabei ausschließlich auf die Atmosphäre, die mittels Bild und Ton geschaffen wird, um den Arbeitsalltag in einem realistischen Licht darzustellen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

30

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

Freitag, 27. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Sandra Hammamy (Sea-Watch e.V.)

Fuocoammare – Seefeuer

Lampedusa ist in den letzten Jahren zu einem Symbol für zahlreiche Geflüchtete geworden. In meist viel zu kleinen und kaum seetüchtigen Booten versuchen sie, die nur 130 Kilometer von der afrikanischen Küste gelegene Insel und damit ihr Ziel Europa zu erreichen. Die Fluchtrouten haben sich mittlerweile etwas verschoben, das Thema der „Bootsflüchtlinge“ hat jedoch um nichts an Aktualität verloren. Der Dokumentarfilm „Seefeuer“ porträtiert den Lebensalltag der Bewohner*innen Lampedusas, die tagtäglich Zeug*innen einer der größten humanitären Katastrophen werden. Einer von ihnen ist der 12-jährige Samuele. Wie Kinder seines Alters geht er nicht immer gern zur Schule. Viel lieber klettert er auf Uferfelsen, hantiert mit seiner Schleuder oder streift am Hafen umher. Der Film zeigt das zuweilen triste Leben auf der Insel und kontrastiert diese Bilder mit den dramatischen Aufnahmen von Rettungsaktionen vor der Küste und der Ankunft von Geflüchteten. (Gewinner des „Goldenen Bären“ Berlinale 2016)

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

109

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 20:30

Trailer : 

Samstag, 28. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Silvia Frey (Ocean Care)

Sonic Sea – Der Sound der Meere

Still war es noch nie im Ozean. Denn Geräusche sind wesentlich für das Überleben und Gedeihen maritimen Lebens. Aber menschengemachter Lärm bedroht diese empfindliche Welt. Der Lärm der Schifffahrt, militärische Schallexperimente, Erkundungsexplosionen usw. versetzen Wale und andere Meerestiere in Dauerstress, der immer wieder in Massenstrandungen und oft tödlich endet. Der Film zeigt überwältigende Aufnahmen der Meereswelt und nimmt uns mit unter die Wasseroberfläche, um die schädlichen Auswirkungen der Lärmverschmutzung in den Meeren zu dokumentieren. Mit Tricksequenzen und grandiosen Soundbeispielen macht der Film das Ausmaß der Beeinträchtigungen nachfühlbar. Wissenschaftler*innen und Umweltexpert*innen zeigen Wege auf, wie der Lärm nachhaltig vermindert werden kann. Ein sensibler Film, der ein wenig bekanntes Thema aufgreift und energisch zu Veränderungen auffordert.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

60

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.1. 18:00 | GI 27.1. 18:00 | WZ 29.1. 11:00

Trailer : 

Samstag, 28. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Lorenz Bachfischer (Regie)

Beyond the Red Lines

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels: Die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Orten geführt. Der Film zeigt eine wachsende Bewegung, die zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selbst in die Hand nimmt. 2015 wurde in Paris ein globales Klimaabkommen verabschiedet. Aber wurde damit wirklich der Klimaschutz vorangetrieben? Während die Verhandlungen auf Hochtouren laufen, liegen Welten zwischen dem, was notwendig wäre, um das Klimachaos noch abzuwenden, und dem, was tatsächlich passiert. Der Film porträtiert drei Initiativen im Vorfeld und während des Weltklimagipfels und dokumentiert, wie anlässlich des Gipfels trotz des ausgerufenen Notstands Zehntausende ihre Forderungen auf die Straßen von Paris tragen. Weltweit kommt es zur bisher größten Mobilisierung gegen den Klimawandel mit über 785.000 Menschen auf 2.200 Veranstaltungen in 175 Ländern.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.1. 20:30 | GI 27.1. 20:30 | WZ 27.1. 19:00 | SAA 2.2. 20:30
Sonntag, 29. Januar 2017 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Leona Goldstein (Regie)

God is Not Working on Sunday!

Godeliève und Florida, zwei ruandische Aktivistinnen, engagieren sich gemeinsam, um die Traumata des Völkermords von 1994 in Ruanda zu überwinden. Sie organisieren Aktivitäten und Trainings für einzelne Frauen, aber auch für ganze Gemeinden. Teilnehmer*innen sind Überlebende der Gewalt ebenso wie Täter*innen. Beharrlich rütteln sie am Tabu der sexualisierten Kriegsgewalt. Trotz verschiedener Herkunft, die sie während des Genozids auf unterschiedlichen Seiten stehen ließ, kämpfen diese beiden Frauen heute für gemeinsame Ziele: Aufarbeitung, Geschlechtergerechtigkeit und Stärkung der politischen Selbstbestimmung von Frauen. Der Film zeigt Godeliève und Florida, wie sie entschlossen und selbstbewusst gegen tradierte patriarchale Strukturen kämpfen, um ihre Vision von sozialem Wandel zu verfolgen. In Form einer filmischen Langzeit-Dokumentation wird die Geschichte einer Transformation aus der Schockstarre in Aktivismus und politische Partizipation einfühlsam erzählt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

83

Regie: 

Sprache: 

  • dt/OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 18:00 | GI 28.1. 20:30

Trailer : 

Sonntag, 29. Januar 2017 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Martin Keßler (Regie)

Count-Down am Xingu V

Am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt, der Belo Monte. Er soll Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens” liefern – so die offizielle Version – und den Rohstoffhunger der Welt. Doch es geht auch um ein milliardenschweres Geschäft inklusive massiver Korruption und hoher Profite für die daran Beteiligten. „Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholische Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auch auf den aktuellen Skandal um den Ölkonzern „Petrobras“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Konzerne wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen, indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten. 150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauer*innen vertreiben, auch am Fluss Tapajos. Doch die indigene Gruppe der Mundruku leistet dort erbitterten Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

95

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 20:30 | NW 31.1. 19:00